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Die Weihnachtskiste

Die Weihnachtskiste
04.12.2017

Als mein Bruder und ich noch klein waren, hatten meine Eltern ein ganz wunderbares Ritual zum Auftakt der Weihnachtszeit mit uns gepflegt: Mitte November bis spätestens zum ersten Advent kam die Weihnachtskiste vom Dachboden.

Darin fanden wir alle Kassetten (wer kennt die noch?!) mit weihnachtlichen Hörspielen und Kinderweihnachtsliedern (Die Schlumpfenweihnacht!) und natürlich alle unsere Weihnachtsbücher. Auch wenn wir grundsätzlich wussten, was wir darin finden werden, so war es doch immer ein kleines Vorweihnachten für uns. Kiste öffnen, Schatz ausheben. Stundenlang haben wir uns mit unserem Weihnachtsschatz im Zimmer eingesperrt.

Ganz besonders habe ich damals die Bücher geschätzt. Die liebevollen Illustrationen haben mich am allermeisten in Weihnachtsstimmung versetzt. Jahr für Jahr wurden es ein paar Bücher mehr und Jahr für Jahr verschlang ich mehr davon, denn ich konnte ja immer besser lesen mit der Zeit. Irgendwann konnte ich ganz stolz meinem kleinen Bruder vorlesen.

Dieses Ritual haben wir stets sehr genossen und ich erinnere mich gerne daran zurück. Es ist also kein Wunder, dass ich dieses Ritual nun auch mit der Maus und dem kleinen Chaoten pflege. Kassetten finden sich dort keine mehr. Nicht einmal CDs. Die Weihnachtslieder kommen eben aus dem PC. Dafür sind aber Kuscheldecken mit weihnachtlichen Motiven und natürlich einiges an Stofftieren hinein gewandert. Wir haben gefühlt 100 kleine Rentiere. Wo kommen die eigentlich immer her?! Ausmalbücher gibt es ebenfalls. Aber das Wichtigste bleibt bis heute die Bücher! Und das macht mich glücklich. Vieles verändert sich im Leben. Unsere Kinder leben ganz anders als wir damals. Aber die Bücher bleiben. Wunderbar!

Mit Decken, Kuscheltieren und Büchern als Beute ist es natürlich klar wie hier die vorweihnachtlichen Abende und Wochenenden aussehen: sehr gemütlich! In der überladenen Zeit vor Weihnachten ist es ein Segen für uns geworden, wenn die Kinder kuschelige Lesestunden einfordern. Würden wir sonst aus dem Rausch an Vorbereitungen und Erledigungen überhaupt herausfinden?

Sicherlich fällt es nicht unbedingt leicht, aber wenn man es mal geschafft hat sich auf die entschleunigende Wirkung seiner Kinder einzulassen, dann hat man eine ziemlich gute Chance auch das echte Weihnachtsgefühl wieder in sich zu entfachen. Den meisten von uns scheint es ja irgendwie abhandengekommen zu sein. So werden eben die Kinder unser persönliches kleines Weihnachtswunder.

Wer noch ein paar Ideen braucht, für die eigene kleine Weihnachtsbibliothek, darf gerne mal in meine Kiste schauen:

   

Eine ruhige und gemütliche Weihnachtszeit wünscht Euch Eure
Jessie
Vom Eins mit Sternchen Redaktionsteam


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