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Leseförderung hat viele Gesichter

Leseförderung hat viele Gesichter
23.11.2017

Kürzlich hat mich eine Freundin gefragt, ob ich nicht auch bei dieser tollen Sache mitmachen möchte, bei der man einem Kind ein Buch schickt, und man dafür (wenn alle auch mitmachen) sage und schreibe 36 Bücher zurückbekommt. Oha. Der Kettenbrief ist wieder da. Den hatten wir schon, und es ging ordentlich in die Hose. Natürlich hatten wir mitgemacht. Klingt doch super, und wenn man darüber nachdenkt, macht es sogar Sinn. Die Maus freute sich schon auf die vielen Bücher, denn nach denen ist sie schließlich mittelleicht süchtig. Sie machte sich Gedanken darum, was für ein Buch unser Empfänger mögen könnte, und sie verpackte es sogar liebevoll. Das Kind gab sich richtig Mühe. Wie viele Bücher trudelten wohl ein? Die vollen 36? Naja, ein paar weniger waren es bestimmt. Vielleicht 20? Nein. Oh nein. Die Antwort lautet: kein einziges! Die Maus war enttäuscht. Niemand machte mit. Das hat gesessen!

Das Ganze war einfach unfassbar schade, denn an sich war das eine geniale Idee um Kinder mit vielen Büchern zu versorgen. Ein kleiner Beitrag zur Leseförderung. Und auf Leseförderung steh‘ ich ja! Dennoch haben wir uns entschieden dieses Mal nicht wieder mit zu machen. Habt Nachsicht mit mir. 😊

Es gibt viele Wege einen Beitrag zur allgemeinen Leseförderung zu leisten. Bei so einem Kettenbrief mitzumachen ist ein Weg. Und es funktioniert sogar, wenn die Familien im Umkreis mitmachen (bei uns wohl ein hoffnungsloser Fall). Seine aussortierten Bücher an die Kita zu spenden, oder für die Grundschulbibliothek im Ort, oder auch für wohltätige Flohmärkte, ist ebenfalls ein prima Weg etwas zu tun. Kein Buch sollte im Keller verstauben! Maus und Chaot sind sogar immer sehr stolz, wenn wir Bücher weitergeben, weil sie es toll finden, dass jemand noch Spaß damit haben wird. Aus ihrer Sicht ehren sie damit das Buch, das ihnen einmal so viel Freude geschenkt hatte.

Eine tolle Erfahrung war außerdem festzustellen, dass Bücher als Geschenk beim Kindergeburtstag viel besser ankommen als man das vermuten würde. Wieder ein bisschen Leseförderung geschafft! Und ausnahmsweise mal nicht aus der Geburtstagskiste wählen, sondern ein persönliches Geschenk machen, gibt eh ein gutes Gefühl. Ich mache mir dann noch gerne den Spaß und lese das geschenkte Buch auf der Feier auch mal für alle Kinder vor. Die Muttis freuen sich, weil sie in der Zeit in Ruhe den Kaffee kochen können. Und da ich gerne besonders witzige Bücher auswähle, sind die Kinder für eine Weile mit ihren Lachtränen beschäftigt. Vor allem weil es ansteckt, wenn ich mich selbst kaum halten kann.

Das ist übrigens auch immer ein Hit beim Vorlesen in der Kita. Wenn ich beim Vorlesen lachen muss bricht in der Regel sofort schallendes Gelächter bei den Kleinen aus. Herrliche Momente. Und wieder ein bisschen Leseförderung im Kasten.

Ihr seht, es gibt eine Menge Möglichkeiten, sich für die Leseförderung von Kindern einzusetzen. Es muss nicht immer besonders aufwändig sein. Hauptsache aber, man bleibt am Ball. Ich glaube, die eigenen Kinder für das Lesen zu begeistern und ihre Leselust zu fördern ist hierbei noch der größte Beitrag den man leisten kann. Kinder schauen sich nicht alles nur von den Erwachsenen ab. Sie blicken auch viel auf sich gegenseitig. Macht man seine Kinder zu guten Vorbildern, ist vermutlich viel mehr erreicht, als man es vermuten würde.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ganz viel Freude dabei, die neue Bücherwurm Generation zu fördern! Und erzählt mir in den Kommentaren ruhig was ihr so für die Leseförderung tut. Für neue Ideen bin ich immer dankbar.

Herzlichst
Eure Jessie
Vom Eins mit Sternchen Redaktionsteam


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