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Mein Kind und das Smartphone

Smartphone, Tablet und Co. gehören mittlerweile zum Alltag dazu und machen auch vor der Kinderzimmertür nicht Halt. Die Kleinen sind erstaunlich fit im Umgang mit den neuen Medien. Doch wie Sorgen wir Eltern dafür, dass es unseren Kindern nicht schadet, sondern alle Vorteile bringt?

Kinder und Jugendliche sollen mit den sogenannten „neuen Medien“ kompetent umgehen, sich in sozialen Netzwerken sicher und souverän bewegen und gleichzeitig den Bezug zur Realität nicht verlieren. Medienkompetenz ist zum Schlüsselwort geworden.

Doch für unsere Kinder sind die neuen Medien gar nicht mehr so neu. Kinder von heute wachsen bereits damit auf, stets die große weite Welt verfügbar zu haben. Alle damit verbundenen Vorteile zu nutzen, ohne die Nachteile als Stolpersteine zu haben, gelingt, wie Vieles im Leben, nur durch das richtige Maß. Durch einen altersentsprechenden Medienzugang gibt man Kindern die notwendige Möglichkeit, sich mit den modernen Technologien und Medien vertraut zu machen.

Kindergartenkinder brauchen kein eigenes Smartphone oder Tablet, doch mal bei den Großen aufs Handy schauen, ein Foto machen oder ein paar Minuten ein altersgeeignetes Spiel auf dem Tablet spielen ist vollkommen okay.
Zum Ende der Grundschule, oft aber mit Eintritt in die weiterführende Schule, ist das Smartphone meist genauso selbstverständlich im Ranzen wie das Pausenbrot.
Begleiten Sie Ihr Kind im Umgang mit der Technik. Formulieren Sie Regeln, zum Beispiel zum Download von Apps oder dem Erstellen eines Facebook Accounts. Achten Sie darauf, was Ihr Kind über das Handy konsumiert: welche Videos schaut es an und welche Spiele spielt es? Weisen Sie darauf hin, dass Ihr Kind im Handykontakt mit anderen Menschen auch misstrauisch sein darf. Man weiß nicht immer genau, wer denn am anderen Ende sitzt.
Achten Sie vor allem darauf, dass es zunächst mal bei unter einer Stunde pro Tag bleibt.

Neben den Regeln und Einschränkungen, die wir Eltern zwangsläufig verhängen müssen, sollten wir aber ebenso dafür sorgen, dass unsere Kinder verstehen welche Möglichkeiten sich ihnen, abgesehen vom regen Kontakt mit den Freunden, bieten. Für kleinere Kinder gibt es wunderbare Apps zur Wortschatzerweiterung. Mit Schulkindern kann man den Umgang mit kindgerechten Suchmaschinen üben.

Uns Eltern sollte außerdem stets bewusst bleiben, dass wir die Vorbilder für unsere Kinder sind. Wenn es heißt „Beim Essen Hände weg vom Handy“ dann gilt das auch für uns. Wenn wir darauf bestehen, dass die Kinder sich nicht stundenlang hinter den Bildschirm verstecken, sollte auch unser Blick nicht unentwegt auf das Smartphone gerichtet sein.

Es bleibt unbestritten, dass unsere Kinder beides brauchen: einen gefestigten Umgang mit modernen Technologien und Medien, und den Sinn für das „echte“ Miteinander und den Wert des Moments. Es liegt an uns mit elterlichem Instinkt das richtige Maß zu finden und die neuen Medien nicht zu einem reizvollen Verbotenem werden zu lassen, sondern zu einem nützlichen, wohl beherrschten Werkzeug.

Tipp:
Einen wunderbaren, ausführlichen Artikel mit einer Faustregel für die Nutzung von Smartphone und Tablet in jedem Alter findet ihr unter http://www.familie.de/kind/wieviel-fernsehen-und-computer-ist-gut-fuer-kinder-508985.html

© Syda Productions / Fotolia

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