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Vorlesen – der erste Schritt der Leseförderung!

Vorlesen – der erste Schritt der Leseförderung!
04.10.2017
Nächsten Monat ist es wieder soweit: der Bundesweite Vorlesetag ist am 17. November! Bei eben diesem habe ich bis jetzt noch nicht mitgemacht. Bislang habe ich vor allem auf spontane Anfragen hin in unserer Kita vorgelesen. Und demnächst werde ich vermutlich Lesemutti in der Schule meiner Tochter. Klingt irgendwie ein bisschen spießig, aber ich finde es großartig!

Mein letztes Vorleseerlebnis war in unserer Kita zum Monat der Sprachen. Mein Beitrag war die Raupe Nimmersatt auf Englisch. Und obwohl die meisten Kinder meine Worte nicht mal verstehen konnten, waren sie gebannt und hörten mir tatsächlich ganz aufmerksam zu. Genauso wie beim Vorlesen auf Deutsch. Es ist, mal ganz romantisch ausgedrückt, ein magisches Gefühl Kindern durch das Vorlesen diese Gefühle der Aufregung, der Spannung, und des Wunderns zu entlocken. Zwischenfragen der Kleinen stören da nicht einmal. Vielmehr ist es unfassbar spannend zu erleben, was den Kindern so durch den Kopf geht und welche Fragen die Geschichten auslösen. Kindergesichter halten bekanntlich nichts zurück und es ist wirklich witzig sie zu beobachten, wenn sie vorgelesen bekommen. Manchmal muss ich meine Augen regelrecht losreißen und sie wieder auf das Buch richten um weiter zu lesen. Das klingt jetzt vielleicht alles ein wenig geschwollen, aber Vorleser zu sein ist tatsächlich etwas sehr Bereicherndes, wenn man sich erst mal den Ruck gegeben hat.
Mein Favorit zum Vorlesen in der Kita ist bislang „Für Hund und Katz ist auch noch Platz“. Es liest sich sehr schön und die Kinder haben sich kaputtgelacht. Das hat einen riesigen Spaß gemacht und kann ich nur empfehlen.

Für Hund und Katz ist auch noch Platz

Das Beste am Vorlesen für die kleinen Zuhörer ist natürlich, dass, ganz ohne es zu bemerken, ein wichtiger Grundstein für die eigene Lesefähigkeit gesetzt wird. Kinder lernen nur durch das Zuhören zu sprechen und der Wortschatz erweitert sich ebenfalls ausschließlich über das was die Kleinen hören. Erst mit dem Selberlesen entsteht eine weitere Quelle für das Beherrschen und Ausbauen der eigenen Sprache. Und das ist besonders wichtig, denn ab einem gewissen Alter reicht das Zuhören alleine nicht mehr aus, um einen möglichst großen Wortschatz zu erlangen, ein fundiertes Verständnis von Grammatik zu erhalten und beides dann auch eloquent in gesprochener Sprache anzuwenden.
Haben Kinder schon vor dem Selbstlesealter viel Kontakt zu Büchern, gehören ebendiese dann auch später ganz natürlich zum Leben dazu. Sie sind dann nicht die anstrengenden Papierhaufen, die ausschließlich für das mühsame Lernen in der Schule stehen. Etwas, dem das Kind im schlimmsten Fall sogar mit einer Ablehnungshaltung gegenübersteht. Lesen lernen ist mühsam und kann ganz schön frustrierend sein. Es hilft dabei ungemein, wenn Bücher hier den Schatz darstellen, den sie mit ihrer Lesefähigkeit für sich gewinnen.
Und genau deshalb engagieren wir uns, genauso wie unzählige Organisationen und Stiftungen, dafür, dass alle Kinder schon von klein auf viel Kontakt zu Büchern haben. Als Vorleser, nicht nur für meine eigenen Kinder, wirke ich da doch sehr gerne mit!
Schaut mal rein unter www.vorlesetag.de, gebt Euch einen Ruck und probiert es einfach mal aus.

Viel Freude beim Vorlesen wünscht Euch
Jessie von Eins mit Sternchen Redaktionsteam


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